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Wer steckt wirklich hinter der Chiffre-Nummer?
- Von Elke Lohre
- Veröffentlicht 31.07.07
- Kommunikation
- Nicht beurteilt
Mit einer kostenlosen Kontaktanzeige, die im online- oder TV-Portal aufgegeben wird, beginnt die Partnersuche per SMS Chat.
So eine Anzeige kann ein Foto enthalten, das ist aber nicht Bedingung. Dennoch ist statistisch gesehen ein User, der ein Profil mit Bild anlegt, im Vorteil, denn Anzeigen mit Foto werden häufiger angeflirtet als welche ohne. Damit sich die anderen Singles so oder so „ein Bild“ machen können, gibt man auf jeden Fall einige Details zu Persönlichkeit und Interessen an. Dies soll in gewisser Weise das ersetzen, was im normalen Leben „der erste Eindruck“ wäre. So ein Verfahren hat Vor- und Nachteile: einerseits wird man nicht auf Oberflächlichkeiten reduziert und traut sich eher, auch mal aktiv jemanden anzusprechen, weil man vielleicht schon mal einen „Aufhänger“ gefunden hat und sicher weiß, der andere ist auch auf der Suche nach Kontakten. Auf der anderen Seite ist es aber eine Versuchung zu schwindeln, da alle Angaben zunächst nicht nachprüfbar sind. Die pure Möglichkeit kann Menschen dazu animieren, eine andere Identität anzunehmen. Das ist bei einer harmlosen Spielerei und einem unverbindlichen Flirt kein größeres Problem, wer allerdings ernsthaft auf Partnersuche ist, für den ist ein solches Verhalten zeit- und geldraubend. Darüber hinaus besteht die Gefahr an gestörte Menschen oder an Chatanimateure, die vom Anbieter bezahlt werden. Wer den SMS Chat wirklich zur Partnersuche nutzen möchte, sollte möglichst schnell um ein Date bitten oder vorschlagen auf günstigerem Weg zu kommunizieren um sich besser kennen zu lernen und sich gegebenenfalls ganz schnell verabschieden, wenn der Chatpartner darauf nicht eingehen möchte.






