Der Striptease:

Diese Kunst baut vor allem auf gekonnte Andeutungen und raffinierte Verzögerungen während des verführerischen Tanzes der Stripperin oder des Strippers. Oft wurden und werden dabei auf der Bühne Geschichten erzählt, treten die Stripperinnen oder Stripper z.B. in orientalischen Gewändern auf oder verkleiden sich als Vampire, Polizistin oder Marilyn Monroe auch ein Feuershow kann zur Darbietung gehören. Gefragt sind vor allem Erotik und Sexappeal, persönliche Ausstrahlung und Phantasie. Zum Teil identifiziert sich der Zuschauer während des Strips mit der Darstellerin und projiziert in sie seine exhibitionistischen Wünsche. In diesem Sinne gibt der Striptease ein großes sinnliches Versprechen, das durch den nackten Körper niemals eingelöst werden kann, denn der Zuschauer verharrt beim Striptease in der Rolle des Zuschauers, auch wenn in modernen Stripshows Leute aus dem Publikum auf die Bühne geholt werden.

Geschichte:

Um die Geschichte des Striptease ranken sich viele Vermutungen. Eine davon führt den Striptease auf den angeblich antiken erotischen Schleiertanz der Salome zurück, die vor Herodes während ihres Tanzes die sieben Schleier des weltlichen Seins ablegte, um die Götter dabei gnädig zu stimmen. Da weder der Name Salome noch ihr Schleiertanz in der Bibel oder anderen Quellen auftaucht oder beschrieben wird, kann diese Aussage als Hilfe verstanden werden, dem Striptease eine geschichtliche Herkunft anzudichten.