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Schlafen ohne Angst
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Andreas Mettler
 
Von Andreas Mettler
Herausgegeben am 21.05.09
 
Bettnässen verursacht nicht nur erhöhte Kosten für die Waschmaschine, das Problem hält den Betroffenen nicht selten auch von einem Schlaf mit gutem Gewissen ab.

Schlafen ohne Angst

Weil die Schließmechanismen von Darm und Blase nicht wie der Atemreflex von Geburt an funktionieren, haben Eltern anfangs neben vielen anderen Dingen auch häufig Windeln zu wechseln. Irgendwann lernen die Kinder dann, ohne Windel auszukommen. Viele sind in dieser Beziehung recht schnell, bei anderen dauert es länger, bis auf die Windel verzichtet werden kann. So gegen Vollendung des fünften oder sechsten Lebensjahres sollten es Kinder dann geschafft haben, selbst in der Nacht ohne Windelhöschen zu schlafen und das Bett nicht nass zu machen. Sollte das nicht der Fall sein oder geht es nach einer längeren Trockenphase plötzlich wieder los mit dem einnässen, ist es ratsam, sich an einen Arzt zu wenden. Denn es sollte unbedingt abgeklärt werden, warum es zum Bettnässen, fachlich Enuresis genannt, kommt. Da die Ursachen sich sehr unterscheiden, gibt es verschiedene Lösungsansätze. Oft ist es nur schwer möglich, die Kinder aufzuwecken, weil sie so fest und tief schlafen. Sie verschlafen den Toilettengang und werden erst wach, wenn es zu spät ist. Es ist leicht zu verstehen, dass sich vor allem ältere Kinder dafür schämen und schnell minderwertig fühlen. Damit das Selbstwertgefühl nicht länger leidet und die Wäscheberge bald überschaubar bleiben, sollte also etwas getan werden. Denn Bettnässen muss nicht sein. Viele Ärzte setzen auf Medikamente doch daneben gibt es noch Trainingsmaßnahmen, die Kindern helfen, endlich morgens in einem trockenen Bett aufzuwachen. Sogenannte Klingelmatratzen oder Klingelhosen üben die Kinder darin, rechtzeitig wach zu werden und zur Toilette zu gehen. Wenn Eltern und Kinder eng zusammenarbeiten, kann das ein gutes Hilfsmittel sein.