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Wie lange muss ein Baby gestillt werden?
- Von Silvia Kühn
- Veröffentlicht 09.01.09
- Frauen-Themen
- Nicht beurteilt
Es gibt keine eindeutige Antwort auf diese Frage, denn Stillen ist individuell.
Es gibt Mütter, die nach sechs Wochen abstillen, weil sie damit nicht zurechtkommen oder gesundheitliche Probleme haben und längerfristig Medikamente nehmen müssen. Viele Frauen stillen die ersten sechs Monate durch und fühlen sich wohl dabei.
Die meisten stillen nach dem ersten Jahr ab.
Doch langes Stillen kann auch von Vorteil sein.
Der letzte chinesische Kaiser soll hingegen mit acht Jahren noch von seiner Amme gestillt worden sein, und in der Geschichte finden sich viele Persönlichkeiten, die viele Jahre hindurch gestillt worden sind, und sei es nur mal zwischendurch und zum Trost.
Es gibt kein Rezept. Stillen sollte eine Mutter so lange es ihr möglich ist und sie sich dabei wohl fühlt – und das Kind offensichtlich auch.
Im Laufe der Zeit muss man davon ausgehen, dass das Kind ohnehin immer mehr feste Nahrung zu sich nimmt. Ab drei Monaten kann mit zartem Gemüse und Kartoffeln zugefüttert werden.
Mit der Zeit fangen die Kinder an, Kekse zu knabbern und abends statt Muttermilch an der Brust zu trinken, vielleicht einen Brei zu essen – und schlafen dann auch irgendwann nachts durch.
Die Stillzeiten werden im Laufe der Entwicklung des Kindes und mit fortschreitendem Lebensalter immer weniger. Nach und nach ersetzt eine feste Mahlzeit die Muttermilch und bei den meisten Kindern besteht nach einem Jahr überhaupt kein Stillbedarf mehr.
Das Abstillen funktioniert auch genauso – durch regelmäßiges Trinken an der Brust wird die Milchproduktion angeregt. Werden im Laufe der weiteren Monate immer mehr Stillzeiten durch feste Mahlzeiten ersetzt, verlangsamt sich die Milchproduktion.
Der Körper stellt sich darauf ein. Wird irgendwann auch die letzte Stillmahlzeit weg






