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Die Elberfelder Bibel
- Von Beate Birkner
- Veröffentlicht 07.03.07
- Politik und Gesellschaft
- Nicht beurteilt
Beate Birkner
Beate Birkner beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Webseitenoptimierung / Suchmaschinenoptimierung. Infos dazu gibt es auf http://www.bb-internetseiten.de
Alle Artikel von Beate Birkner anzeigenDie Elberfelder Bibel ist eine bedeutende deutsche Bibelübersetzung, die sich durch eine besondere Worttreue und Begriffsnähe auszeichnet. Ziel der Elberfelder Bibel ist es, den Originaltext der biblischen Schriften möglichst unverfälscht und mit möglichst wenig theologischer Interpretation wiederzugeben. Die Nähe zu den Sprachen der Urtexte (Hebräisch, Aramäisch und Griechisch) führt allerdings zu sprachlichen „Härten“ im Deutschen, was auf Kosten der guten Lesbarkeit geht. Diese Bibel wird daher von Bibellesern bevorzugt, denen es weniger um sprachliche Schönheit, als um wortgetreue Übersetzung geht.
Die Elberfelder Bibelübersetzung wurde 1854 von Carl Brockhaus, J.N. Darby, J.A. von Poseck und H.C. Voorhoeve begonnen und ist 1855 (Neues Testament) bzw. 1871 (Altes Testament) erschienen. Sie wurde bis 1932 mehrfach korrigiert und blieb dann fast 30 Jahre unverändert.
Ihren Namen verdankt diese Bibelübersetzung einem heutigen Stadtteil von Wuppertal. In Elberfeld wurde ein großer Teil der Übersetzungsarbeit geleistet.
Bis zum Tod von Rudolf Brockhaus (1932), dem Sohn von Carl Brockhaus, wurde die Elberfelder Bibel immer wieder durchgesehen und korrigiert. Danach blieb sie fast 30 Jahre lang unverändert, bis 1960 aus der Brüderbewegung heraus mit einer 25 Jahre dauernden Revision begonnen wurde. Lesbarkeit und Verständlichkeit sollten dabei verbessert werden, ohne dem Grundsatz hoher Textgenauigkeit untreu zu werden. Außerdem wurden neue Erkenntnisse der biblischen Textkritik berücksichtigt. Die sich hieraus ergebende "Revidierte Elberfelder Übersetzung" erschien 1975 (Neues Testament mit Psalmen) bzw. 1985 (vollständige Bibel). Diese neue revidierte Fassung stieß teilweise in der Brüderbewegung und bei den Freien Bibelforschern auf Kritik, und in den 1980er Jahren wurde eine neue Bearbeitung begonnen. 1999 erschien die erste Auflage des Neuen Testaments mit Fußnoten, 2003 die erste Auflage einer gänzlich überarbeiteten Fassung.



