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Erfolgreiches Musikfestival in Breslau/Wroclaw – Neues Musikzentrum für niederschlesische Metropole
- Von Christian Bauer
- Veröffentlicht 21.09.08
- Reisen und Urlaub
- Nicht beurteilt
Auf das Programm vorwiegend sakraler Musik von klassisch bis zeitgenössisch, Oratorien, Symphoniekonzerte und Kammermusik, haben Festivaldirektor Andrzej Kosendiak und sein künstlerischer Direktor, der englische Dirigent Paul McCreesh, in diesem Jahr den musikalischen Bogen zwischen Barock und Moderne gespannt. Dass das Programm vorwiegend durch englische Musiker und mit englischer Musikliteratur gestaltet wurde, empfanden doch einige Festivalbesucher befremdlich, zumal Polen mit einer ausgesprochen aktiven und vor allem qualitativem Komponisten-Riege aufwarten kann.
Das Amsterdam
Barock Orchester unter Leitung von Ton Koopmann gab in gewohnter Qualität Johann
Sebastian Bach, Paul McCreesh, künstlerischer Festivalleiter, punktete mit
Händels Feuerwerks- und Wassermusik, openair vor vielen Tausend Besuchern.
Wroclaw Barock-Orchester mit Counter-Tenor Daniel Tayler und Carducci String
Quartet mit dem norwegischen Bariton Hakan Vramsmo überzeugten spieltechnisch
und hatten besonders mit ihren Solisten jeweils ein stimmliches Highlight im
Programm. Der britische Schauspieler Bill Wallis führte sehr ausdrucksstark
durch ein Programm der King's Singers.
2008 hatte das KulturForum Europa (www.kfe.de) sich zur Aufgabe gestellt, das
Festival nach Europa zu bringen und in einem ersten Schritt im deutschsprachigen
Raum vorzustellen, wozu auf Einladung des KFE ein Querschnitt deutscher (und
auch internationaler) Journalisten aus unterschiedlicher Sichtweise berichtet
hatten. „Ob dies gelungen ist, wird sich in einer der kommenden Auswertung
genauer definieren lassen", so KFE-Präsident Dieter Topp, der sich dem Beifall
über musikalische und organisatorische Qualität des Festivals anschloss. „Wir
wollen dem Festival auch weiterhin die Treue in publizistischer und damit auch
kulturtouristischer Hinsicht halten, die niederschlesische 600.000 Einwohner
zählende Metropole Wroclaw mit deutschen und polnischen Wurzeln im europäischen
Umfeld zu präsentieren.
„Unsere Stadt braucht kulturelle Ideen, auf welche sie stolz sein kann", so der Slogan von Breslaus Stadtpräsident Rafal Dutkiewicz. Damit meint er nicht nur die zahlreichen anderen Kulturveranstaltungen, die über das Jahr in seiner Stadt beheimatet sind und gefördert werden. Er wischt hiermit auch die Kritik vom Tisch, die den Neubau eines kolossalen Musikzentrums betreffen, wenn dieser in den nächsten Jahren an prominenter Stelle im Stadtzentrum aus dem Boden wachsen wird. „Der Bau ist notwendig und einer ökonomisch aufstrebenden Metropole adäquat, betrachtet man die viel zu kleine, wenig attraktive und akustisch unzureichende Philharmonie von Wroclaw", ergänzt der Bürgermeister und verweist auf seinen Festivalleiter.
Andrzej Kosendiak stellt mit Recht voller Stolz sein
Großprojekt vor. Der Neubau einer Philharmonie mit drei weiter sich
anschließenden Veranstaltungsräumen, obliegt seiner Hand. Und er wird damit ein
Zeichen für seine Stadt und auch für sich setzen, weithin sichtbar und
architektonisch wunderbar kontrastierend zur alten Oper und den
Backsteingebäuden in der Umgebung – ein andere künstlerische Leistung des
Festivaldirektors und Leiters der Philharmonie.
Noch wird uns nicht der
Inhalt des kommenden Festivaljahres verraten, aber Kosendiak verspricht, es wird
ein sehr internationales und prominentes werden - eines das ihm, seinen
Projekten und seiner Stadt sicher viel Erfolg bescheren wird, so glauben wir.
(www.nfm.wroclaw.pl)
Pressekontakt:
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Christian Bauer/Chris
Rabe
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