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Die Kunst des Geigenbauens
- Von Ana Sare
- Veröffentlicht 16.08.08
- Kunst und Unterhaltung
- Nicht beurteilt
Wie werden eigentlich Geigen gebaut? Das ist eine Sache, die man nicht ganz leicht beantworten kann. Diese Frage stellt man am besten einem Geigenbauer. Der Beruf des Geigenbauers ist ein sehr traditioneller, bei dem man das Handwerk von der Pike auf lernt. So ist der Geigenbau eine höchst komplizierte Angelegenheit und das kann nicht einfach jeder machen. Dabei beschränkt sich die Arbeit eines Geigenbauers nicht nur auf die Herstellung von Geigen sondern auch auf alle anderen Streichinstrumente. Die Streichbögen stellt der Geigenbauer allerdings nicht her- das ist Aufgabe eines Bogenmachers. Der Geigenbau ist schon eine sehr altes Handwerk, denn die Geigenbau Techniken sind in den letzten Jahrhunderten nicht verändert worden und werden noch heute angewandt. Der Bau einer Geige dauert fast ein viertel Jahr und der Geigenbauer muss 500 Arbeitsschritte erledigen.
Zunächst muss das passende Modell für die neue Geige von dem Geigenbauer gefunden werden. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten: der Geigenbauer kann eine Modellvorlage kopieren oder aber ein ganz neues Modell entwickeln. Neukonstruktionen sind allerdings eher selten. Denn die großen Meister des Geigenbaus haben schon perfekte Arbeit geleistet.
Als nächste Frage steht die die Frage nach dem richtigen Holz im Raum. Denn nur mit wirklich ausgezeichnetem Holz wird die Geige nachher auch gut klingen.
Dann beginnt das eigentliche Handwerk und der Geigenbauer muss unzählige Arbeitsschritte ausführen, die von dem Geigenbauer viel handwerkliches Geschick erfordern. Ist die Geige dann fertig gebaut, kann die Geige aber noch nicht verkauft werden. Denn jetzt muss der Geigenbauer die neue Geige noch justieren. Dazu spielt der Geigenbauer ein paar Wochen lang auf der Geige. Merkt er beim Spielen irgendwelche Missstimmungen,muss er die Geige wieder aufmachen und feine Holzschichten an verschiedenen Stellen abschleifen. Danach wird alles wieder verleimt und das Procedere beginnt von vorne.
Dieser Vorgang kann sich viele Male wiederholen bis die Geige perfekt klingt. Aber die mühsame Arbeit hat sich gelohnt, denn am Ende bekommt der Geigenbauer einem wirklichen Spitzeninstrument. Solche Geigen sind dann auch entsprechend teuer. Doch wenn die Geige mit ihren Tönen das Publikum verzaubert sind diese Mühen längst vergessen.
Ana Sare
ana.sare@gmx.de



