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Sinn und Unsinn von Restschuldversicherungen
- Von Daniel Franke
- Veröffentlicht 24.02.07
- Finanzen
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Daniel Franke
Selbständiger Webmaster und SEO vorwiegend auf dem Gebiet Finanzen und Geldanlage. Contenterstellung, Beratung für Kundenseiten und die Pflege eigener Finanzportale gehören zu meinem primären Aufgabengebiet.
Alle Artikel von Daniel Franke anzeigenRestschuldversicherungen (RSV) tragen inzwischen zu einem Großteil des Gewinnes bei, den Banken mit der Kreditvergabe an Privatkunden erzielen. Besonders seit der Umsetzung der Basel II Richtlinien gibt es für Kunden mit niedrigem Ranking, also schlechter Bonität, Kredite oftmals nur noch gegen Abschluss einer solchen Police. Aber auch bei Kunden mit hoher Bonität versuchen Banken immer wieder, Restschuldversicherungen zu verkaufen.
In ihrer Form als Absicherung gegen Kreditverpflichtungen, denen ein Kunde aus verschiedenen Gründen nicht mehr nachkommen kann, sind sie ja grundsätzlich nicht verkehrt. Jedoch treiben immer mehr Banken das Spiel so weit, dem Kunden selbst bei einem Kleinkredit eine solche RSV im Kreditantrag unterzubringen, auch wenn diese bei niedrigen Kreditsummen gar keinen Sinn macht und die Zinslast des Kunden im ungünstigsten Fall glatt verdoppelt. Was viele Verbraucher nämlich nicht wissen: die Restschuldversicherung wird der beantragten Kreditsumme aufgeschlagen und mit verzinst. Bei der Abzahlung eines solchen Kredites wird dann als erstes die Versicherungsprämie aus den laufenden Ratenzahlungen entnommen, bevor mit der eigentlichen Tilgung des aufgenommenen Kredites begonnen wird.
Je nach Höhe der Kreditsumme variieren dabei auch die Prämien für eine Restschuldversicherung. Der Marktquerschnitt für einen 10.000 Euro Kredit geht dabei von um die 75 Euro bis hin zu über 300 Euro Versicherungsprämie. Wenn der Kunde jetzt nur einen Kleinkredit über zum Beispiel 3.000 Euro aufgenommen hat, kann die Prämie wie bereits beschrieben, schnell die Höhe der Zinsen erreichen und somit den Kredit extrem verteuern.
Bei einem Immobilienkredit hingegen macht die RSV durchaus Sinn, denn hier belaufen sich die Kosten der Versicherung auf 0,1 bis 0,2 Prozent der Kreditsumme und im schlimmsten Fall wird der Kreditnehmer durch die Police hier vor dem finanziellen Ruin bewahrt. Es gilt also immer abzuwägen, ob eine solche Versicherung überhaupt Sinn macht und was sie kostet. Auf jeden Fall aber sollte der Verbraucher stets zweimal in seinen Kreditvertrag schauen, ob ihm nicht doch eine solche Police untergeschoben wurde.




