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Die Rückkehr des Siegels
- Von A. Gerhard
- Veröffentlicht 02.08.08
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- Nicht beurteilt
Briefsiegel können verschiedene Bedeutungen haben.Ein Siegel war im Mittelalter ein Zeichen der Herkunft. Urkunden wurden oft mit einem Siegel beglaubigt. Die Babylonier benutzten schon Siegel aus Ton. Später wurden auch Metallsiegel verwendet. Für Privaturkunden wurde meist Wachs als Siegelmaterial verwendet. Die Siegel verfügten über verschiedene Merkmale. Fürsten benutzten meist rotes Wachs. Geistliche Stiftungen konnte man an der Farbe Grün erkennen. Weißes Wachs war kennzeichnend für Reichsstädte. Das schwarze Wachs ordnete man den Ritterorden zu. Schwarzes Wachs wird heutzutage noch gelegentlich bei Trauerbriefen verwendet. Siegelringe wurden häufig verwendet. Siegel können auch an einem Pergamentstreifen befestigt sein.
Das Siegel ist in ostasiatischen Kreisen immer noch ein wichtiges Merkmal. Das Siegel gilt wie eine Unterschrift. Aufkleber wie Pfandsiegel haben auch eine Siegel-Funktion. Ein Siegel kann die persönlichen Initialien zeigen. Dienstliche Siegel dürfen nicht missbraucht werden. Das Zerstören eines dienstlich angebrachten Siegels ist in Deutschland sogar strafbar.
Privatpersonen nutzten heutzutage ein Siegel zum kreativen Verschließen von Briefen. Kalligrafie ist eine Verschönerungsform der Siegel. Im Mittelalter wurden Schriftstücke mit Kalligrafie verfasst. Man findet Kalligrafie vor Allem im Bereich der Überschriften wieder. Es gab freie Künstler die sich nur mit Kalligrafie beschäftigten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kalligrafie wiederentdeckt. Kalligrafie wird heute aber noch bei der Gestaltung von Urkunden oder Plakaten eingesetzt.
Viele Menschen genießen Kalligrafie heutzutage als entspannendes Hobby. In der Kalligrafie unterscheidet man zwischen Geraden und Kursivschriften. Mit einer echten Feder fühlt man sich in vergangene Zeiten versetzt. Gerne wird für die Schriften auch heute noch handgeschöpftes Büttenpapier verwendet. Vor der Zeit des Papiers wurde hauptsächlich Pergament verwendet. Die Oberfläche des Pergaments wird mit einem Bimsstein geglättet. Aufgrund der guten Tilgbarkeit der Beschriftung kann Pergament immer wieder verwendet werden. Pergamentpapier hat eine lange Lebensdauer und ist nassfest. Mit Pergament verkleidete Lampen geben ein wunderschönes Bild ab. In der Nachantike wurde Pergament sogar zur Verstärkung von Holzoberflächen verwendet.



