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Nicht nur in Bayern schön anzusehen - Trachtenkleider
- Von Sandra Reinfeld
- Veröffentlicht 31.07.08
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Im Gegensatz zu den noblen Ballkleidern und Cocktailkleidern der gehobenen, der städtischen und damit auch häufig adligen Gesellschaft, entwickelten sich in den verschiedenen Regionen der Bundesrepublik Deutschland Damenkleider in verschiedenen Trachten, die auch heute noch in der Mode wiederzufinden sind. Müssen bei den einzelnen Trachten ganz bestimmte Merkmale vorhanden sein, an denen Region und Status der Dame erkannt werden können, ist dies bei den heutigen Dirndln oder auch bei der Landhausmode, in der Damen Kleider tragen, nicht mehr der Fall. Die Dirndlgewänder, die anfangs die Kleider der Dienstboten im Alpenraum waren, entwickelten sich mit der Mode in die Berge zur Sommerfrische zu fahren durch die städtischen Touristinnen zu einer solchen Mode, dass die Damenkleider auch in anderen Teilen Deutschlands populär wurden. Noch heute tragen Damen Kleider in der Form der Dirndl-Kleider zu festlichen Anlässen. Dies ist natürlich vor allem in Bayern (Oberbayern) der Fall. Die traditionellen Damenkleider, die die wahren Dirndl darstellen, unterscheiden sich stark von anderen Gewändern, wie etwa Kleider in Landhausmode oder regionale Trachten.
Damenkleider, die als Dirndl bezeichnet werden, bestehen aus einer weißen Dirndlbluse, einem vorn geschnürten oder geknöpften Dirndlkleid und einer passenden Schürze. Die Kleider sind meist aus Baumwolle oder Leinen, jedoch gibt es auch Festtagsdirndl aus Seide, da zu wichtigen Anlässen die Damen Kleider tragen, die etwas hermachen. Am Münchner Oktoberfest werden traditionsgemäß sowohl von den Einheimischen als auch von vielen Besuchern Dirndlkleider und von den Männern Lederhosen getragen. Doch auch bei Volksfesten im Münchner Raum oder auf Jahrmärkten und an der Kirchweih auf den Dörfern werden die Trachtenkleider gerne aus dem Schrank geholt.



