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43. Wratislavia Cantans Festival in Breslau – In Wroclaw/Polen ist man stolz auf Kultur und sieht ihren Stellenwert.
- Von Christian Bauer
- Veröffentlicht 18.06.08
- Reisen und Urlaub
- Nicht beurteilt
„Dazu gehören in unserer wirtschaftlich aufstrebenden Stadt die neue Philharmonie mitten im historischen Kulturdreieck zwischen der frisch renovierten Oper und einem ehemaligem Nobelhotel, das wieder in alter Pracht entsteht." Dabei klopft er bewundernd seinem künstlerischen Leiter Andrzej Kosendiak auf die Schulter und beglückwünscht den englischen Dirigenten Paul McCreesh, über dessen Beitrag zum 43. Wratislavia Cantans Festival es zu berichten gilt:
Touristenmagnet auf hohem künstlerischem Niveau
In Wroclaw (Breslau) findet vom 4. bis
14. September 2008 das 43. Wratislavia Cantans statt, ein Festival, das zu den
bedeutendsten Musikereignissen in Polen zählt und seit 1978 bei der European
Festivals Association (EFA) aufgenommen einen festen Platz unter den großen
europäischen Festivals inne hat.
Hohe Qualität
Die Bedeutung von Wratislavia Cantans ist unbestritten die
hohe Qualität der ausländischen Musiker in Zusammenarbeit mit qualifizierten
polnischen Ensembles, Sängern und Dirigenten. Aber nicht nur ein miteinander
Arbeiten und voneinander Lernen tauschen sich dabei aus; auch gelingt es der
Musikelite, die in Polen verblieben ist, ein internationales Podium zu
schaffen. Im Gegenzug erhalten die über 25.000 zumeist polnischen
Festivalbesucher jährlich ein Top-Angebot internationaler Stars in Wroclaw
angeboten.
Ab 2008 hat das KulturForum Europa (www.kfe.de) sich zur Aufgabe gestellt, dieses Festival nach Europa zu bringen und in einem ersten Schritt im deutschsprachigen Raum vorzustellen.
„Bei diesem bemerkenswerten Programm vorwiegend sakraler Musik von klassisch bis zeitgenössisch, Oratorien, Symphoniekonzerte und Kammermusik, haben Festivaldirektor Andrzej Kosendiak und sein künstlerischer Direktor, der englische Dirigent Paul McCreesh, mit viel Fingerspitzengefühl den musikalischen Bogen zwischen Barock und Moderne gespannt," so KFE-Präsident Dieter Topp.
Festival der Region
„Wratislavia Cantans geht über die Stadt hinaus in die
angrenzenden Regionen Niederschlesiens aus, ein Grund mehr, das Festival zu
besuchen. Dazu gehören u.a. die Kirchen von Breslau, und historische Orten
weiterer niederschlesischer Städte, ein übergreifendes Ereignis ohne
kulturelle, religiöse, historische oder geografische Grenzen", so Topp weiter.
Ausgabe 2008
Zu den Höhepunkten diesen Jahres zählen sicher „Der Traum
des Gerontius" von Edward Elgar, ein Werk von wagnerianischer Fulminanz im
Maria-Magdalena-Dom, dirigiert von Jacek Kaspszyk, Händels Feuerwerks-
und Wassermusik, sowie Benjamin Brittans „War Requiem" unter
Leitung von McCreesh, angereichert durch weitere Konzerte mit Musik von Johann
Sebastian Bach, James Macmillan und Henry Purcell.
Bei der Anhäufung englischer Komponisten und Mitwirkenden,
die McCreesh eingekauft hat bleibt zu hoffen, das sich der Festivaldirektor mit
einem internationalen Konzept durchsetzen kann.
Noch besteht die Chance, dieses Festival ohne die anderer
Orts üblichen Management-Verstrickungen zu produzieren, an dem schon das
Schlewig-Holstein-Festival beinahe zu Grunde gegangen wäre.
Zeitgenössische polnische Musik
Wie erfrischend ist dann zu erfahren, dass das Festival Wratislavia Cantans seit
seiner Entstehung zeitgenössische, oratorische Werke aus Polen einbindet,
einige wurden im Auftrag des Festivals komponiert, ein wichtiger polnischer
Aspekt, den es weiter zu verfolgen gilt.
Paweł
Mykietyn ist einer der interessantesten zeitgenössischen Musikschaffenden. Die
„Passion", die der Künstler auf den Auftrag des Festivals geschrieben hat, wird
als ein bedeutendes Ereignis in 2008 gesehen, das sich in die lange
Oratoriengeschichte eintragen wird.
Einen detaillierten Veranstaltungsplan gibt es online unter www.wratislavia.art.pl
Weitere Informationen auch über die Pressestelle des
KulturForum Europa
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