Baujahr 1973, Indienststellung 1974 Die Speisefolge erlebt im Laufe der verschiedenen Gänge eine Steigerung und diese sollte sich auch in der Weinauswahl bemerkbar machen – Aroma und Gehalt des auf getafelten Weines nehmen so von Aperitif zu Dessert zu. Grundsätzlich ist weiterhin zu beachten, dass Alkohol den Eindruck von Süße verstärkt und auch Gewürze geschmacklich stärkt, mit welchen bei Darreichung eines Weines so sparsamer umgegangen werden sollte. Üppige Speisen mit hohem Fettgehalt verlangen gerade zu nach einem korrespondierenden Wein, dieser macht sie nämlich durch seine enthaltenen Säuren, Gerbstoffe und den Alkohol weitaus bekömmlicher. Sekt und Champagner reicht man hingegen am besten zum Aperitif, da die Kohlensäure den Geschmack von Speisesüße überdeckt. Salz in der Speise stärkt wiederum die Wahrnehmung der Aroma und Bitterstoffe im Wein und sollte entsprechend sparsam verwendet werden. Auch bei Salaten ist Vorsicht angeraten, denn die Säure von Zitrone und Essig, welche in vielen Dressings vorkommen, und von Tomaten überdeckt die fein abgestimmte Säure des Weines.
Der Wein sollte das Essen grundsätzlich geschmacklich unterstützen und es nicht überdecken, was bei der Weinauswahl als auch beim Zusammenspiel von Wein und Speise beachtet werden sollte. Wein und Speisen sollen sich gegenseitig ergänzen und keinesfalls zueinander in Konkurrenz treten. Für das Servieren des Weines sollten außerdem stets auf den Wein abgestimmte Gläser zum Einsatz kommen – hier ist mindestens zwischen rotem und weißem Wein zu unterscheiden. Auch Bestecke und Geschirr sollten optisch mit den Weingläsern und weiteren Trinkgefäßen korrespondieren.