Pascal Landau ist Betreiber der Webseite http://www.mywebsolution.de und beschäftigt sicht seit ca. 2 Jahren mit der Internetprogrammierung sowie verschiedenen Bereichen des Internetmarketings. Er studiert ab dem 1.9.2008 angewandte Informatik an der BA in Karlsruhe. Spam gehört heute zum Internet-Alltag dazu. Es vergeht kein Tag, an dem man keine Kaufaufforderung gewisser blauer Tabletten oder ein Angebot zum Beischlaf mit willigen Thailänderinnen bekommt. Das Prinzip an sich ist nicht neu, denn unliebsame Werbung gibt es schon immer. Wie nervenaufreibend Spam sein kann, verdeutlicht die Komikergruppe Montypython in deren Spam-Sketch.
Um sich davor zu schützen, wurden verschiedene Ansätze entwickelt. Gegen die Werbeflut in Email-Postfächern wurden Filter installiert, die die eingehenden Mails anhand bestimmter Kriterien prüfen. So kann z.B. eine Blacklist von Begriffen eingesetzt werden, die auf Betreff und Inhalt einer Email angewandt wird, oder es werden gleich ganze Absender(gruppen) ausgesperrt oder gar nur bestimmte Mail-Adressen zugelassen (Whitelist). Da das Spam-Problem jedoch nicht nur im Schriftverkehr der elektronischen Post auftritt, sondern auch in Gästebücher, Foren und Kommentarsysteme Einzug gehalten hat, musste auch hierfür eine Lösung entwickelt werden. Der Einsatz einer Blacklist erwies sich dabei als eher nur bedingt in der Praxis anwendbar und erfolgversprechend. Will man z.B. das Wort „Sex" blacklisten, so sperrt man Gleichzeitig den Wirtschaftsexperten mit aus, während die Sperre durch „S3x" leicht zu umgehen ist.
Letztendlich überwogen die Mängel, so dass neue Pfade beschritten werden mussten, die die Nutzbarkeit kaum behelligten, Maschinen und Menschen aber deutlich unterscheiden konnten. Das war die Geburtsstunde der Captchas, die genau aus dieser Absicht heraus entwickelt wurden, was sich auch in ihrem Namen CAPTCHA (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart) Captchas sind Grafiken, die ein User auslesen und in ein Eingabefeld eingeben muss um damit seine Menschlichkeit unter Beweis zu stellen. Wie man so ein Captcha erstellt und anwendet wird z.B. in einem Captcha Tutorial erklärt.
Da jedoch auch Applikationen („Spambots") die Möglichkeit haben, Bilder zu erfassen und Schrift daraus auszuwerten, wurden Captchas mit der Zeit immer schlechter lesbar. Maschinen wurden nun zwar zuverlässig ausgesperrt, aber Menschen wurden auch am Eintragen gehindert, weil sie ein Captcha nicht mehr entziffern konnten. Aus diesem Grund lässt sich ein Trend zum intelligenten Captcha erkennen. Es ist nicht mehr nur das einfache Ablesen gefordert, sondern auch Nachdenken gehört zur Aufgabe des Users. So wird z.B. die Lösung einer einfachen Rechenaufgabe oder die Nennung des heutigen Datums verlangt. Kombiniert mit dem ursprünglichen Captcha-Ansatz – der Erkennung einer Graphik - ergibt sich daraus eine mächtige Waffe im Kampf gegen Spambots, die gleichzeitig die Usability der User beachtet.