Computerkunst, oder auch Digital Art, ist eine vergleichsweise noch sehr junge Kunstform, die erst mit der Entstehung und Entwicklung des Computers ermöglicht wurde. Dennoch gibt es mittlerweile unzählige Künstler, die sich auf diese multimediale Form der Kunst spezialisiert haben. Und es gibt einige, die ihr gesamtes Leben der digitalen Kunst gewidmet haben und mit ihren Werken zu Wegbereitern für die Anerkennung der Digital Art geworden sind. Persönlichkeiten wie Vera Molnar, die Grande Dame der Digitalen Kunst, haben sich, seit es den Computer gibt, mit ihm als Möglichkeit der künstlerischen Ausdrucksform befasst und in ganzen Werkzyklen bewiesen, dass ein Rechner mehr ist als eine dumme Maschine. Der Computer wird zum Medium künstlerischer Ausdruckskraft – und manches Mal sogar zum Kunstwerk selbst. In Installationen avanciert der PC selbst zum zentralen Objekt des Werkes in Form eines Monitors. Häufig geht es aber auch um das, was darauf zu sehen ist, z.B. ein speziell geschriebenes Programm, eine Animation oder ein digital erzeugtes Bild. Die Ausdrucksformen der Digital Art sind vielfältig und gerade darum so interessant.

Speziell für diese treibenden und prägenden Persönlichkeiten wurde im Jahr 2005 der d.velop digital art award [ddaa] ins Leben gerufen, der Molnar und ihren Weggefährten die Aufmerksamkeit und Anerkennung zu teil werden lässt, die ihnen gebührt. Der Preis für das Lebenswerk ist mit 20.000 Euro dotiert und hebt die Digitale Kunst endgültig heraus aus ihrem Schattendasein.

Wer sich für diese faszinierende Kunstform interessiert – oder zumindest herausfinden möchte, ob er sich dafür interessieren könnte, sollte am 1. November 2008 in Berlin  beim ART FORUM vorbeischauen, neben der Ausstellung von Kunstwerken aus allen Sparten wird dort der [ddaa] 2008 verliehen und bietet so die einmalige Gelegenheit, eine wirklich völlig andere Art der Kunst hautnah kennenzulernen.