Leider werden immer noch diejenigen gnadenlos zur Kasse gebeten, die bei deutschen Banken in der Regel aufgrund negativer Schufamerkmale kein "normales" Girokonto mehr bekommen.

Wer es einmal erlebt hat, ohne eigenes Girokonto am heutigen Zahlungsverkehr teilnehmen zu wollen, der weiss was gemeint ist. Die Gebühren für Barüberweisungen sind drastisch hoch und läppern sich bei vielen auf dreißig, vierzig oder mehr Euro pro Monat zusammen.

Dieser Personenkreis greift schließlich in der Not zu fast jedem Kontoangebot.

Mittlerweile scheinen auch große Geschäftsbanken diese Zielgruppe entdeckt zu haben.

So bietet zum Beispiel die Wirecard Bank AG ein Kontomodell an, welches auf den ersten Blick durchaus attraktiv erscheint. Der Haken dabei versteckt sich in den Gebühren, die offenbar nach dem Motto erhoben werden, "wer einmal unten ist, den kassieren wir trotzdem noch ab".

So werden erst einmal 9,90 Euro pro Monat als Kontoführungsgebühr fällig. Hinzu kommen für jede beleglose Transaktion 0,75 Euro. Bei angenommenen 20 Überweisungen sind das nochmals rund 15 Euro pro Monat. Dem nicht genug, langt die Bank auch nochmal kräftig bei den Bargeldauszahlungen am Automaten zu. Für jede Auszahlung werden mindestens 5 Euro in Rechnung gestellt.

Von solchen Angeboten kann man daher aus Kostengründen nur abraten.

Auch für Schufageschädigte gibt es preiswerte Alternativen. Eine solche stellt der Autor Karl Heinz Sackewitz auf seiner "Girokonto ohne Schufa" betitelten Website vor. Denn was viele nicht wissen: in der heutigen Ausgestaltung der Europäischen Union kann man in so gut wie jedem EU-Land ein Konto
eröffnen. Herr Sackewitz ist diesen Weg gegangen

und hat ein Konto im schönen Österreich eröffnet.

Warum Österreich. In erster Linie wegen der Deutschsprachigkeit. Ausschlaggebend für die österreichische
Bank war aber die Tatsache, dass man alles bequem von Deutschland aus erledigen kann und nicht persönlich
in Österreich vorstellig werden muss, was erhebliche Kosten spart.

In seinem Report, den sich jeder auf der Website www.girokonto-ohne-schufa-easy.de kostenlos downloaden kann, schildert der Autor detailliert alle einzelnen Schritte bis zum Empfang der Kontoeröffnungsmitteilung.

"Ich war selbst einmal eine Zeit lang ohne eigenes Konto und weiss wovon ich rede. Nach langen Recherchen
habe ich eine Lösung gefunden, die sehr gut funktioniert und ich möchte dieses Wissen an andere kostenlos
weitergeben"
, beschreibt der Autor seine Motivation für diese sehr persönliche Website.

Interessanterweise ist es den Österreichern ziemlich egal, was die deutsche Schufa über jemanden gespeichert
hat und es erfolgt bei der Kontoeröffnung auch keinerlei Ab- oder Rückfrage. Solange man sich an die österreichischen Gesetze hält und sich bei der Kontoführung nichts zu Schulden kommen läßt, ist alles in bester Ordnung.

Die Gebühren für das österreichische Konto sind absolut moderat. So zahlt der Autor nach eigener Auskunft rund 10 Euro im Quartal. Bargeldauszahlungen mit der ausgehändigten MAESTRO-Karte sind grundsätzlich kostenlos.
Zwar wird auch dieses Konto zunächst nur im Guthaben geführt, aber nach einiger Zeit der ordnungsgemäßen Kontoführung
erhält man von der Bank einen kleinen Kredit, "Einkaufsreserve" genannt, der in erster Linie abhängig ist von den eingehenden Geldern. Herr Sackewitz rät jedoch dazu, diese Reserve nicht in Anspruch zu nehmen, um nicht wieder in die roten Zahlen zu gelangen.