Um ein ausgeglichenes System im Körper herzustellen, ist der Organismus auf Aminosäuren angewiesen. Aminosäuren sind die Bausteine für Proteine. Insgesamt gibt es 20 Aminosäuren, von denen acht für den Organismus essentiell sind. Die organischen Verbindungen bestehen aus einer Carboxyl- und einer Aminogruppe. Aminosäuren sind für die Bildung von Peptinen (z.B. der DNS) von großer Bedeutung, sie werden daher auch "Bausteine des Lebens" genannt. Nicht nur in der Muskulatur und in Zellwänden sind die Aminosäuren enthalten, sondern auch in anderen lebenswichtigen Verbindungen wie Hormonen, Antikörpern des Immunsystems und Enzymen.

Der Körper benötigt für die Herstellung des L-Tyrosin die essentielle Aminosäure Phenylalkylamin. L-Tyrosin ist maßgeblich an der Biosynthese der Hormone Adrenalin und Noradrenalin sowie dem Neurotransmitter Dopamin beteiligt. Für eine ausgeglichene Energiebilanz des Organismus sorgen die Schilddrüsenhormone T3 und T4, an deren Bildung die semiessentielle Aminosäure L-Tyrosin ebenfalls bedeutend mitwirkt.
Anhand der vielseitigen Funktionen und Aufgaben des L-Tyrosin wird deutlich, dass ein Mangel dieser Aminosäure große Auswirkungen auf den Organismus hat.

Menschen, die großen beruflichen Stresssituationen ausgesetzt sind, können durch die Aufnahme der Aminosäure als Nahrungsergänzungsmittel verhindern,

dass ihre Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit abfällt. Bei Sportlern führt die Aufnahme des L-Tyrosin als Nahrungsergänzungsmittel in erster Linie zur Optimierung von Leistungen und der Belastbarkeit im Training. Die Aufnahme von L-Tyrosin fördert die Wirkung von Stimulanzen wie Koffein und hat daher einen zusätzlichen aufpuschenden Effekt.
Eine Einnahme von L-Tyrosin als Nahrungsergänzungsmittel sollte aber in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, da L-Tyrosin in der Schwangerschaft und Stillperiode sowie bei Leberleiden und Psychosen nicht eingenommen werden darf.

Kreatin kann ebenfalls als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Die organische Säure wird in der Leber, der Bauchspeicheldrüse sowie den Nieren synthetisiert. Kreatin ist maßgeblich für Muskelkontraktionen erforderlich. Um die Vorräte des Adenosintriphosphat (ATP), das für die Muskelarbeit wichtig ist, wieder aufzufüllen, verwendet der Organismus in erster Linie Kreatin. Es ist jedoch zu beachten, dass durch die zusätzliche Einnahme von Kreatin eine Gewichtszunahme als Nebenwirkung auftreten kann, da die Muskeln Wasser in den Zellen zurückbehalten. Daher ist Kreatin in erster Linie für Leistungssportler mit großen körperlichen Anforderungen als Nahrungsergänzungsmittel über längere Zeit gedacht. Eine kurzfristige Ergänzung (bis zu 8 Wochen) des Kreatinspiegels über eine zusätzliche Aufnahme bis maximal 20g/Tag gilt in Fachkreisen als Unbedenklich.