Wenn wir heute durch einen Seifenladen gehen und die vielen farbigen und wohlriechenden Seifen sehen, kann man sich kaum vorstellen, aus was die ersten Seifen hergestellt wurden. Die Sumerer waren die ersten, die Pflanzenasche mit Öl vermischten. Daraus sollte eigentlich ein Wundmittel entstehen, jedoch war damals die reinigende Wirkung niemanden bekannt. Erst die Römer, die dieses Rezept übernahmen, entdeckten diese. Zu diesen Zeiten war es noch üblich sich mit Bimsstein zu waschen und die Neuentdeckung zu Reinigungszwecken wurde als verweichlicht abgelehnt. Im 7. Jahrhundert kochten die Araber dann Lauge mit Öl und stellten daraus Seifen für die Körperpflege her. Dieses Rezept verbreitete sich schnell und wurde bald auch in Europa bekannt. Bis zum Mittelalter war die Körperpflege und das Baden sehr wichtig, jedoch wurde dies anders, als die Pest ausbrach und man

fälschlicherweise die Ursache dem Badewasser zuschrieb. Besonders in Adelskreisen begann man sich trocken zu reinigen. Diese Reinigung bestand darin, sich zu pudern und einzuparfümieren, anstatt Wasser und Seife zu verwenden. Im 17. Jahrhundert erlebte dann die Seife eine neue Blütezeit. Unter Ludwig den XIV. wurden die besten Seifensieder nach Versailles geholt und das Reinheitsgebot, welches heute noch Gültigkeit hat, verkündet. Durch die Erfindung des künstlichen Sodas wurde Seife nun auch für jedermann bezahlbar, so dass seit dem jeder Körperpflege mit Seife und Wasser betreiben konnte.
Mit den früheren Seifen haben unsere nur noch das Grundrezept gemein. Heute gibt es rückfettende Seife, Duftseifen, traditionell von Hand gesiedete Seifen mit Kräutern und hautpflegenden Ölen und besonders milde Seifen für die empfindliche Haut.