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Unterschied zwischen Sommerreifen und Winterreifen
- Von Andrea Simon
- Veröffentlicht 11.02.08
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Beurteilung:




Autoreifen haben noch eine wichtige Besonderheit aufzuweisen, nämlich die Unterteilung in – Sommer- und Winterreifen. Sommerreifen benötigt man laut offizieller Definition in Situationen ohne Schnee und Eis. Bei der Gummimischung eines Sommerreifens wird besonders auf eine möglichst geringe Abnutzung bei hohen Temperaturen geachtet. Um einen hohen Fahrkomfort zu erzeugen ist bei Sommerreifen der Widerspruch zwischen möglichst geringem Rollwiderstand und dennoch guter Bodenhaftung zu überbrücken. Weltweit gibt es etwa 4 Klimazonen – in dreien davon wird eine motorisierte Fortbewegung auf dafür vorher angelegten Straßen angeboten. In den so genannten gemäßigten Breiten verfügen wir über ein hohes Spektrum an Anforderungen, die ein erfolgreicher Sommerreifen erfüllen sollte. Er muss mit Asphalttemperaturen um den Gefrierpunkt und darunter, sowie mit bis zu 60 Grad Celsius als obere Grenze zurechtkommen, ohne vorschnell Schaden zu nehmen. Der Reifen muss flexibel und anpassungsfähig genug sein, um sich dem Bodenbelag bei jedem Wetter, sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Temperaturen, optimal anzupassen. Winterreifen unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit sehr stark von Sommerreifen. Bei der Gummimischung für Winterreifen wird dem Fakt Rechnung getragen, dass Materialien bei niedrigen Temperaturen stärker verhärten. Das Material von Winterreifen härtet sich bei Kälte weniger stark und haftet deshalb stärker am Bodenbelag.
Um Winterreifen eindeutig identifizieren zu können, gibt es die Bezeichnung „M&S-Reifen" (aus dem Englischen: mud and snow, dt.: Matsch & Schnee) in Verbindung mit dem Symbol einer Schneeflocke. Winterreifen, die mit diesem Zeichen ausgerüstet sind, wurden vorher in Testreihen unter extremen Winterbedingungen bezüglich ihrer Traktionsfähigkeit überprüft. Leider ist der Begriff M&S nicht geschützt.
Das Profil von Winterreifen unterscheidet sich von dem der Sommerreifen dadurch, dass zusätzliche Lamellen angebracht werden, die eine Verzahnung mit lockerem Schnee erleichtern. Bei Winterreifen wird außerdem auf eine hohe Anzahl von Greifkanten geachtet, das sind Rillen und Schnitte im jeweiligen Profilblock. Je höher das Profil eines Winterreifens ist, umso optimaler stellt sich seine Haftfähigkeit dar. Die Lamellen öffnen sich beim Abrollvorgang und greifen optimal im lockeren Schnee. Bei der Montage von Winterreifen ist die Laufrichtung zwingend zu beachten, da sonst das ausgeklügelte System von Lamellen, Einschnitten und Kanten im Profilblock nicht funktionieren kann. Winterreifen werden optimaler Weise auf Felgen aus Stahl aufgezogen, da diese unanfälliger gegen Streusalze sind und dadurch länger haltbar als Leichtmetallfelgen.



