Bei der Suche nach sicheren Anlage- bzw. Sparformen greifen immer mehr Verbraucher zu Fest- und Tagesgeldkonten anstatt ihr Geld wie früher üblich auf Sparbüchern oder -briefen anzulegen. Ein Grund dafür sind die hohen Zinsen, die auf Fest- und Tagesgeldkonten ausgeschüttet werden. Auch wenn sich, wie man einem Tagesgeld Vergleich entnehmen kann, die Zinsen aufs Festgeld bei den besten Angeboten immer etwas über denen guter Tagesgeldkonten liegen, bedeutet dies noch lange nicht, dass ihre Gesamtverzinsung höher ist. Dieses Phänomen ist auf den so genannten Zinseszinseffekt zurückzuführen. Bei einem Festgeldkonto wird ein im Voraus genau festgelegter Betrag angelegt, der sich während des vereinbarten Anlagezeitraumes nicht verändert. Die erwirtschafteten Zinsen werden zwar in aller Regel jährlich ausgeschüttet, erhöhen aber nicht den zu verzinsenden Gesamtbetrag. Anders beim Tagesgeld. Hier werden die erwirtschafteten Zinsen dem Tagesgeldkonto

gutgeschrieben und erhöhen ab dem Tag ihrer Gutschrift das zu verzinsende Guthaben. Bei Beendigung der Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto besteht der Gesamtzuwachs also aus Zins und Zinseszins. Der Betreiber des Anlageportals tagesgeldvergleich.net hat auf seinen Seiten einmal ausführlich und mit allen erforderlichen Formeln sowie Rechenschritten aufgezeigt, welchen Unterschied es zwischen einer einfachen Zinsausschüttung und der Wiederanlage der ausgeschütteten Zinsen gibt. Den kompletten Bericht finden interessierte Leser auf folgender Seite: Zinsen und Zinseszinseffekt. Im dort angegebenen Beispiel ergibt sich bei einer Summe von 10.000 Euro und 4,50 Prozent Zinsen pro Jahr nach 10 Jahren ein Mehrertrag von über 1.000 Euro bzw. zehn Prozent des Anfangskapitals, der rein auf den Zinseszinseffekt zurückzuführen ist. Von daher sollte sich jeder, der Geld auf einem Fest- oder Tagesgeldkonto anlegen will, die Wirkungsweise dieses Effektes kennen, damit er die entsprechenden Angebote richtig beurteilen und einschätzen kann.