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Mobilität im Internet-Zugang
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Winfried Strauss
 
Von Winfried Strauss
Herausgegeben am 08.01.08
 
Mit mobilem Internet können Sie in "High-Speed" auf das Internet zugreifen. (Fast) egal wo Sie sich befinden....

Mobiles Internet via UMTS & HSDPA

Die häufigste in Deutschland genutzte Art des Internet-Zugangs ist nach wie vor DSL. Die zuverlässige Technik ermöglicht einem Großteil der deutschen Haushalte den Zugriff auf das World Wide Web. Seit einiger Zeit erfreut sich jedoch auch ein neuer Internet-Zugang steigender Beliebtheit: das mobile Internet via UMTS. Grund genug also, im Folgenden einen direkten Vergleich zwischen der Nummer Eins DSL und dem Verfolger-Modell der Mobilfunkanbieter aufzustellen.

Komfort:
Zu Beginn soll die Zugänglichkeit der beiden Techniken für den durchschnittlichen Nutzer untersucht und die Frage gestellt werden, welcher Zugang sich wie einfach aktivieren lässt.
Ein mobiler Internet-Zugang via UMTS wird durch so genannte Datenkarten realisiert. Eine solche erhält der Kunde bei Vertragsschluss von seinem Mobilfunkanbieter und kann diese fortan dauerhaft im PCMCIA-Slot seines Notebooks nutzen. Zuvor muss jedoch noch die SIM-Karte, welche die Zugangsdaten des Nutzers übermittelt, in die Datenkarte eingelegt werden. Anschließend muss letztere nur noch mit Hilfe der beigelegten Software installiert werden. Fortan kann der Nutzer jederzeit über ein integriertes Programm nach Belieben Internetverbindungen herstellen oder unterbrechen.
Die DSL-Installation gestaltet sich hingegen ein wenig komplizierter. Der Nutzer muss zuerst einen Splitter, welcher das Telefon- und Internetsignal trennt, an seine Telefonanlage anschließen. Anschließend verbindet er einen Ausgang des Splitters mit dem Modem, welches wiederum per Kabel an die Netzwerkkarte des PCs angeschlossen werden muss. Zuletzt muss eine Software des Anbieters aufgespielt werden, bei welcher die Zugangsdaten einzeln eingegeben werden müssen.
Im Vergleich zur einfachen Datenkarteninstallation gestaltet sich die DSL-Bereitstellung also gerade für Einsteiger wesentlich komplexer.

Technik / Geschwindigkeit:
UMTS ist eine neue Netztechnik, die in der Grundform Übertragungsraten von bis 384 kb/s ermöglicht. Dazu haben Vodafone, T-Mobile und O2 ihr Netz bereits einem bundesweiten Update unterzogen (E-Plus vollzieht dieses zu Beginn des Jahres): Dank neuer HSDPA-Technik sind Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 3,6 mbit/s, stellenweise sogar bis zu 7,2 mbit/s, möglich. Zu beachten sei allerdings: UMTS ist zum einen noch nicht deutschlandweit verfügbar (in Randgebieten kann lediglich mit GPRS, welches maximale Raten von bis zu 56,6 kb/s realisiert, gesurft werden), zum anderen ist auch HSDPA nicht überall erhältlich. Dennoch: Besonders Einwohner von größeren Städten können sich einer Maximalgeschwindigkeit von 7,2 mbit/s fast sicher sein.
DSL wird mittlerweile in drei verschiedenen Übertragungs-Ausführungen zur Verfügung gestellt: mit einer maximalen Rate von 2, 6 oder 16 mbit/s. Letzteres ist allerdings fast nur in Stadtgebieten verfügbar.
In Sachen Geschwindigkeit ist mobiles Internet also durchaus konkurrenzfähig. Lediglich Nutzer, die in ländlicheren Regionen wohnen, treffen mit DSL die eindeutig bessere Wahl.

Nutzungspreise:
Mobiles Internet via UMTS unterliegt einer ständigen Preisentwicklung. Derzeit bietet kein Netzbetreiber (mit Ausnahme von E-Plus) eine echte Flatrate an. Stattdessen stellt der für Privatnutzer interessanteste Tarif 5 GB Freivolumen zur Verfügung. Dieses kostet den Kunden 57 (Vodafone), 59 (T-Mobile) oder 25 Euro (O2). E-Plus stellt seinen Kunden für 25 Euro im Monat eine Flatrate für unbegrenztes Surfen zur Verfügung.
DSL wird mittlerweile kaum noch als Stand-Alone-Produkt vermarktet, sondern meist in Verbindung mit Telefonanschlüssen und zugehörigen Tarifen. Diese Komplettpakete liegen in der Regel zwischen 25 und 50 Euro pro Monat, abhängig von der Übertragungsrate des DSL-Anschlusses und dem Telefonie-Tarif.
In preislicher Hinsicht hat DSL also nachwievor einen deutlichen Vorsprung. Lediglich das mobile Internet von O2 und E-Plus ist hier konkurrenzfähig. Dafür müssen Kunden dieser beiden Betreiber allerdings mit einem deutlich schlechter ausgebauten UMTS-Netz rechnen.