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ADHS im Erwachsenenalter
- Von Juergen Mayer
- Veröffentlicht 09.12.07
- Psychologie , Medizin , Kinder und Jugendliche , Gesundheit und Fitness
- Nicht beurteilt
Juergen Mayer
Dr. med univ Jürgen Mayer ist Arzt für Allgemeinmedizin und versucht in seinen Artikeln und seiner Webseite http://www.bluthochdruckneindanke.com das Gesundheitsbewusstsein seiner Leser zu fördern.
Alle Artikel von Juergen Mayer anzeigenBereits im Jahre 1842 beschrieb der Hamburger Nervenarzt und Schriftsteller Heinrich Hoffmann in seinem Buch Struwwelpeter zappelige und unkonzentrierte Kinder. Heute fast 200 Jahre später werden diese Kinder – analog zu den Erzählungen Hoffmanns- als Zappelphilipp bezeichnet. Bestehen Symptome wie Hyperaktivität, Impulsivität und Konzentrationsstörungen in entsprechender Ausprägung, wird medizinisch vom Vorliegen eines ADHS ausgegangen. ADHS steht dabei für das Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätssyndrom, eine der häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, welches auch das spätere Leben als Erwachsener negativ beeinflussen kann und häufig an die eigenen Kinder weitergegeben wird.
Mediziner gehen derzeit davon aus, dass rund zwei bis sechs Prozent unserer Kinder und Jugendlichen an ADHS leidet. Eine möglichst frühzeitige Diagnose und Therapie durch einen Kinder- und Jugendpsychiater kann Spätfolgen wie Depressionen, Suchtverhalten oder ein Abrutschen in die Kriminalität verhindern.
In der modernen ADHS Therapie wird durch die Kombination von Familientherapie, Verhaltenstraining und Medikamenten wie Ritalin, Strattera und Concerta versucht nicht nur die Kernsymptome
Neben der Behandlung der Kernsymptome ist es deshalb von immenser Wichtigkeit Störungen zu behandeln, welche die soziale Interaktion der Betroffenen nachhaltig negativ beeinflussen. Bei nicht adäquat behandelten Patienten besteht die große Gefahr, einer antisozialen und in vielen Fällen gar kriminellen Entwicklung. Viele unbehandelte ADHS Patienten bleiben auch in Schule und Ausbildung häufig hinter ihren Möglichkeiten zurück.
Abschließend sei noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass nur die frühzeitige Diagnose und adäquate ADHS Therapie gefürchtete Spätfolgen verhindern kann.
Der Verfasser dieses Artikels Dr. med. univ. Jürgen Mayer berichtet auf seinem Informationsportal http://www.adhsneindanke.com über unterschiedliche Facetten des ADHS.




