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Fett-weg-Spritze
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Kurt Schaefer
Mitarbeiter bei Belladerma Fachzentrum für ästhetische Hautbehandlung, Kurfürstendamm 21, 10719 Berlin 
Von Kurt Schaefer
Herausgegeben am 06.12.07
 
Fettsäuren und ihre biologische Bedeutung.

Grundwissen zur Fett-weg-Spritze

Nach ihrer Zusammensetzung können die Nahrungsfette eingeteilt werden in solche mit einem hohen Gehalt an

  • gesättigten Fettsäuren (z. B. Butter, Schmalz, Kokosfett);
  • einfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Olivenöl, Rapsöl),
  • 2-fach ungesättigter, essentieller Linolsäure (z. B. Sonnenblumenöl, Traubenkernöl) und
  • mehrfach ungesättigten Polyensäuren (z. B. Leinöl, Fischöle).

Etwa ein Drittel der mit der Nahrung zugeführten Fettsäuren sollte mehrfach ungesättigt sein. Eine besondere diätetische Bedeutung haben in den letzten Jahren Triglyceride aus mittelkettigen Fettsäuren (C8-C12) erlangt, da sie gut absorbiert und rasch abgebaut werden und außerdem die Lipolyse und die Cholesterolsynthese hemmen, siehe auch Fett-weg-Spritze und Injektions-Lipolyse.

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind Bestandteile der Phospholipide, die aufgrund ihrer amphiphilen Eigenschaften – sie enthalten sowohl hydrophile als auch lipophile Molekülfragmente – entscheidend am Aufbau der Lipiddoppelschichten biologischer Membranen beteiligt sind. Deren Fluidität ist um so höher, je höher die Zahl der Doppelbindungen der in den Membranlipiden enthaltenen Fettsäuren ist. Besonders große Fluidität ist bei raschen Transportvorgängen erforderlich.

Der Bedarf an essentiellen Fettsäuren wird unterschiedlich beurteilt. Im Allgemeinen wird er mit 10 bis 30 g/Tag angegeben.

Mangel an essentiellen Fettsäuren führt zu Hautveränderungen und im Tierversuch zu Störungen im Wasserhaushalt und bei der Fortpflanzung sowie zu Organveränderungen, insbesondere der Nieren. Beim Menschen sind solche Mangelerscheinungen jedoch sehr selten, da Linolsäure ubiquitär in Fetten vorkommt und daher stets mit der Nahrung zugeführt wird.

Störungen des Neutralfettstoffwechsels. Störungen des Neutralfettstoffwechsels sind durch mangelhaftes Fettangebot, verringerte Fettabsorption oder pathologische Fettablagerungen bedingt.

Wird mit der Nahrung nicht genügend Fett zugeführt, kann durch Abbau von Reservefett und verstärkter Fettsynthese aus anderen Nahrungsbestandteilen eine Störung lange Zeit vermieden werden. Ein mangelhaftes Fettangebot wirkt sich daher erst nach längerer Zeit aus.

Eine Behandlung mit der Fett-weg-Spritze oder Injektions-Lipolyse dient lediglich der Reduzierung von Speicherfett in den sogenannten Problemzonen, wie z.B. Reiterhosen, Bauchlappen usw.. Es können durch die Fett-weg-Spritze keine Mangelerscheinungen auftreten.

Zu einem Fettmangel kann es außerdem durch Maldigestion und/oder Malabsorption kommen.

Pathologische Fettablagerungen, vor allem in der Leber, treten in Folge zu starker Fettzufuhr, über Ernährung, endokriner Störungen (z. B. Diabetes mellitus) oder Vergiftungen mit halogenierten Kohlenwasserstoffen, Knollenblätterpilzgiften oder Alkohol auf. Chronischer Alkoholabusus ist neben Polyphagie (Vielessen) die häufigste Ursache für eine Leberverfettung beim Menschen.[...]