Das Wort "Clarity" kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt Klarheit oder Deutlichkeit. Bezogen auf Diamanten ist die Reinheit des Edelsteins gemeint, die sich letztlich in seiner Klarheit widerspiegelt.
Die Reinheit eines Diamanten wird entweder durch natürliche Fehler, die "Einschlüsse" genannt werden, oder durch von außen verursachte Fehler getrübt. Typische Einschlüsse sind sogenannte spots, dunkle bis schwarze Flecken, clouds beziehungsweise Schleier, die den Glanz des Diamanten trüben, indem sie ihn weniger lichtdurchlässig machen, oder feather, also Brüche in der chemischen Karbonstruktur des Edelsteins. Externe Fehler befinden sich auf der Oberfläche des Steins und wurden meistens durch Fehler während des Schleifens oder auch durch natürlichen Verschleiß verursacht.
Je weniger Fehler ein Diamant aufweist, desto reiner ist seine Klarheit und desto teurer wird auch sein Preis. Der

Grad der Reinheit wird mit Hilfe einer zehnfach vergrößernden Lupe oder eines Mikroskops bestimmt. Alle Unreinheiten, die mit dieser Vergrößerung nicht zu sehen sind, gelten auch als nicht vorhanden.
Ein Fachmann kann grundsätzlich vier verschiedene Reinheitsstufen feststellen: Lupenrein (Internally flawless, IF), sehr, sehr kleine Einschlüsse (Very very small inclusions, VVS), sehr kleine Einschlüsse (Very small inclusions, VS) und kleine Einschlüsse (Small inclusions, SI). Entsprechend dazu wird er nichts, nur sehr schwer, nicht besonders schwer oder leicht spots, clouds oder feather erkennen. Zudem gibt es drei weitere Stufen der Reinheit, die mit bloßem Auge bemessen werden. Deutliche Einschlüsse (1st piqué, P1) sind dann mit dem Auge schwer zu erkennen, große Einschlüsse (2nd piqué, P2) nicht sehr schwer und grobe Einschlüsse (3rd piqué, P3) leicht.