Krawatten werden zu Hemden und meist auch zu einem Anzug getragen. Allerdings sehen sie auch gut zu Jeans, Hemd und Sakko aus. Diese Kleidung ist etwas lockerer, wobei in einer Bank dergleichen nichts zu suchen hat, dort muss es schon ein kompletter Anzug sein.

Da sich die Krawatten für die Frau nicht durchsetzen konnten, tragen sie nun die Herren vornehmlich im Beruf oder zu Feierlichkeiten. Damit das Stoffband auch hält, muss es geknotet werden. Unter den 85 verschiedenen Arten einen Krawattenknoten zu binden, können die Herren also wählen.

Sigmund Freud hat in seiner Traumdeutung herausgefunden, dass Männer, wenn sie von Krawatten träumen, dies häufig mit ihrem Geschlecht in Verbindung bringen. Dabei ist es nebensächlich, dass es um das Hängen an sich geht, sondern im Vordergrund steht bei diesen Träumen wohl, dass der Mann die Krawatte nach belieben auswählen und verändern kann, was bei dem natürlichen Symbol nicht möglich ist.

Doch eine Krawatte ist nicht nur ein schöner Blickfang, sie kann auch sehr gefährlich werden. Eine amerikanische Studie hat nämlich herausgefunden, das Ärzte, die Krawatten tragen, potenzielle Krankheitsüberträger sind, denn wenn sie einen Kranken mit ihrer Krawatte berühren, setzten sich dort die Mikroben und Bakterien fest. Gehen sie zum nächsten Patienten können sie die eingefangenen Bazillen schon dort übertragen und sich zudem gleich neue in ihrem Sammelsurium zulegen. Da die Krawatten in der Regel nicht gewaschen werden, ergibt sich bunter Cocktail an Bazillen. Es wäre also empfehlenswert, und das gilt nicht nur für die amerikanischen Ärzte, dass sie entweder einen Kittel tragen oder auf Fliegen umsteigen, wenn sie sich schon elegant kleiden wollen.