Am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts entdeckten im Zuge der Welt-Kolonialreiche bekannte europäische Künstler wie Picasso, Matisse, Vincent van Gogh, Modigliani und andere die afrikanische Kunst. In einer Situation, wo eine neue Künstlergeneration gegen die auferlegten Beschränkungen und imperialistische Grundgedanken opponierte, zeigte die afrikanische Kunst die starke Kraft von klaren einfachen Formen und das Vermögen von Phantasie, Emotion und mystischer und religiöser Erfahrung.
Diese Künstler sahen im Blick auf afrikanische Kunst eine formelle Vollkommenheit und fortgeschrittene Entwicklung mit phänomenaler ausdrucksfähiger Ausstrahlung. Die Explosion des Interesses an der Abstraktion, Organisation und Reorganisation von Formen und die Erkundung von emotionalen und psychologischen Bereichen, die in der bisher bekannten Kunst bisher ungenutzt waren, führte diese Künstler zum alten neuen Kontinent. Kunst begann ein Instrument für die gesellschaftliche Diskussion zu werden, und prägte damit die Entwicklung des heutigen westlichen Kulturkreises.
Fasziniert waren sie vom fremdartigen, aber auch anziehenden Aussehen der Masken. Auffallend sind die Klarheit von Form und Detail, die Komplexität der Komposition, das Gleichgewicht und die Symmetrie und die Gleichmäßigkeit der Gestaltung. Afrikanische Künstler legen höchsten Wert auf gute Qualität der Ausführung und Beherrschung der handwerklichen Fähigkeiten.
Sie strahlen aus, was für die damals jungen Künstler im verstaubten Europa interessant war:
- eine mystische Leuchtkraft durch die schimmernd glatte Oberfläche
- ein gelassene und würdevolle Haltung
- eine ausgeprägte Jugendlichkeit voller Kraft
Damit lieferte die afrikanische eine wichtige Basis für die kulturelle Revolution vor und nach dem ersten Weltkrieg.
So bilden afrikanische Masken und Figuren heute attraktive Sammelobjekte, nicht nur zum Schauen, sondern auch zum "Fühlen".