Eine Bäcker-oder Konditorlehre ist für viele Schulabgänger der Traum. Auch wenn man enorm früh und schon vor den Hähnen und Hühnern, in der Backstube steht, der Beruf des Bäckers ist für viele die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches. Immerhin ist man meist vor dem Mittagessen schon wieder zu Hause. Frische Brötchen, Brot und Kuchen sind im Service mit inbegriffen. Bäcker sind eine besondere Spezies Mensch, soviel steht fest.

Doch wie katastrophal muss es sein, wenn plötzlich festgestellt wird, dass eben dieser Bäcker aus Leidenschaft plötzlich an einer Mehlallergie leidet. Häufig treten diese Symptome erst nach einiger Zeit oder Jahren auf. Der Hautkontakt mit dem Getreidemehl führt dann zu Hautrötungen, Juckreiz, Schnupfen und Ausschlag, bis hin zu offenen Hautstellen, die natürlich für das Bäckereihandwerk aus hygienischen Gründen untragbar sind.

Es kann aber noch weiter gehen. Die sogenannte Zöliakie schränkt sogar die Nahrungsaufnahme von mehlhaltigen Speisen ein. Diese Allergie ist eine Allergie gegen das Klebereiweiß Gluten, das in vielen Getreidesorten ( Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste, Hafer) vorhanden ist. Der gesamte Organismus reagiert allergisch.

Häufig bleibt je nach Härtegrad der Allergie nur die Berufsaufgabe übrig. Um dann wieder beruflich an den Start zu kommen, empfehlen sich Umschulungen, die in einem solchen Fall von den Agenturen für Arbeit empfohlen werden.

Da für den Beruf des Bäckers auf jeden Fall eine Berufunfähigkeit vorliegt. In wie weit man dann zum Bäckereifachverkäufer geeignet ist...

Umschulungen in solchen extremen Situationen werden durchaus von der Agentur für Arbeit unterstützt, und man sollte sich nicht scheuen, auf jeden Fall danach zu fragen.