Der Immobilienboom, der in den USA nun schon einigen Jahre anhält ist unter anderem auf die großzügige Finanzierungspolitik der Banken und die niedrigen Zinsen in den USA zurückzuführen.
Die Kredite wurden von den Versicherungen und Pensionsfonds übernommen, um damit ihr Anlageproblem zu lösen. Denn die Renditen der Kreditportfolios sind derzeit etwas höher, als die sonstigen Anlagemöglichkeiten, wie z.B. in Aktien oder Anleihen. Das amerikanische Rentensystem wird hauptsächlich über diese Pensions- Fonds geregelt, da es keine staatliche Rente gibt.
Zum Problem führte seit 2004 die immer großzügiger werdende Bonitätsprüfung der Banken. Die Nachfrage war durch die Pensions-Fonds ständig gestiegen und die Banken hatten gute Chancen, diese Kredite weitergeben und das Kreditausfallrisiko auf den Kapitalmarkt abzuwälzen zu können.
Durch eine Bonitätsprüfung für einen Kredit beurteilt die Bank das Risiko des Ausfalls und entscheidet über die Vergabe oder Ablehnung des Kredits.
Akzeptiert die Bank zu viele „unsolide Kredite", d. h. die Angaben zu den Einkommen für einen Kredit beziehen sich auf zukünftige Einkommen, anstatt auf das tatsächlich augenblickliche Einkommen, so vergrößert sich der Anteil der unsoliden Kredite an einem Fonds erheblich und das Risiko der Insolvenz für den Gesamtfonds steigt dramatisch an, wie es beim Bear Stearns Hedge Fonds passiert ist.
Viele Amerikaner haben aufgrund der Wertsteigerung ihrer Immobilie weitere Kredite aufgenommen, um ihren Konsum zu finanzieren.
An Anfang waren ca. 10% der Hypothekenkredite in den Bereich der „unsoliden Kredite" zu rechnen, im Jahre 2006 nimmt man an, dass es bis zu 47% waren. So haben die amerikanischen Hausbesitzer im Jahre 2000 78 % ihres Hauswertes als Hypothek aufgenommen, in 2006 waren es bereits ca. 86,5 % .
Diese Entwicklung belastet nicht nur die Bonität und Auszahlungsfähigkeit der Pensions-Fonds, sondern auch den gesamten Kapitalmarkt.

Autor: Heinz Welter

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